Presseberichte

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Presse-Kügi Werte - Urteil - Vorurteil / Gründerzentrum 2010
Blickpunkt Kunst - Werkschau / März 2009
Werte - Urteil - Vorurteil / Januar 2009
Blickpunkt Kunst - Werkschau / Januar 2007
Augen in der Großstadt - April/Mai 2006
Blickpunkt Kunst - Werkschau / Januar 2005
Kunst für einen guten Zweck
"Wege" in Raeren/Belgien
Offenbarung/Krefeld - 3.April 2004
Wege - März/April 2004
Blickpunkt Kunst - Januar 2003
Tag des Denkmals - September 2002
Die Offenbarung des Johannes - 2002
Krefeld Dreikönigenhaus Januar 2002
Jahresschau 2000/2001
Neersener Kunstsommer 1999
Jahresschau 1998/99

Werte - Urteil - Vorurteil / Gründerzentrum 2010

RHEINISCHE POST Dienstag, 23. Februar 2010
Künstlergilde arbeitet zum Thema Werte
WILLICH (anw) Nicht moralisierend, doch mit der klaren Ansage, „Werte - Urteil - Vorurteil" zu überdenken, gestalteten elf Aktive der Künstlergilde Neersen ihre Arbeiten. Zur gut besuchten Vernissage der bis zum 7. März laufenden Ausstellung im Willicher Stahlwerk Becker - Gründerzentrum schlug Bürgermeister Josef Heyes den Bogen zur inhaltlichen Vorgabe für Zeichnungen, Collagen, Objekte, Gemälde und Fotografien. Die Schülerin Lee Sommer von der Robert Schumann Gesamtschule begeisterte mit hervorragend gelesenen eigenen Texten von spaßig ironischer Hintergründigkeit. ...

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WZ - Montag, 22. Februar 2010
Elf Künstler zwischen Wert und Vorurteil
Willich. „Werte, Urteil, Vorurteil", heißt die aktuelle Ausstellung der Künstlergilde Neersen. Sie war im Kern bereits im Düsseldorfer Polizeipräsidium gezeigt worden. Elf von fünfzehn Mitgliedern sind beteiligt. Die Resonanz auf der sehr gut besuchten Vernissage war durchweg positiv. ...

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Blickpunkt Kunst - Werkschau / März 2009

Die einen interessieren sich für die keramischen Arbeiten, während andere Besucher der Vernissage der Künstlergilde-Ausstellung die Bilder an den Wänden der Motte von Schloss Neersen betrachten.
RP-FOTO: STEFAN FINGER

RHEINISCHE POST Dienstag, 3. März 2009
Kunst in Ton und Bild
Die Palette der Kunstwerke, die Angehörige der Künstlergilde Neersen fertigen, reicht von Keramiken über Objekte bis hin zu Fotografien und Gemälden. Eine Auswahl ihres Schaffens präsentieren die Freizeit-Künstler noch bis Sonntag in der Motte von Schloss Neersen.

VON ANGELA WILMS-ADRIANS

NEERSEN Erst kürzlich bestritt die "Künstlergilde" eine thematisch gebundene Ausstellung in Düsseldorf. Um so stolzer ist Vorsitzender Uwe Richter, dass die aktuelle Folge der Ausstellungsreihe "Blickpunkt Kunst" in der Motte von Schloss Neersen wieder reich bestückt ist. Neun Mitglieder stellen sich mit einem Spektrum von Malerei und Objektkunst bis zur Fotografie vor.

Zwei Gäste stellen aus

... Die beiden Gäste Anja Barth und Hans-Dieter Poppe bezeichnet Uwe Richter als "potentielle neue Mitglieder". Der Vorsitzende schuf mit Burckhard Freihoff die gemeinsame Installation "Verankert und frei". Freihoffs langbeinige und witzige Vogel- und Fischobjekte wechseln ab mit Richters auf den Ausschnitt konzentrierten Fotos von Ankermotiven. Der Rechtsanwalt Hans-Dieter Poppe verwandelt im Fotodruck auf Leinwand digitale Aufnahmen in malerisch anmutende Bilder mit starker Tiefenwirkung. Als Grenzgängerin mit den Gattungen Gemälde und digitale Bearbeitung von Tuschezeichnungen schafft Angela Richter z.B. geheimnisvoll anmutende Fantasy- und Traumwelten. "Erinnerungen" heißt eine von Susanne Neuls Material Collage-Acrylbildern. Mit Fragmenten von Notenblättern und handschriftlichen Zeugnissen kombiniert sie persönlich anmutende Versatzstücke. Im malerischen Prozess überzieht sie diese mit der Patina des Vergehens. Jan van den Bongard umfängt in Ölbildern naturalistische Elemente mit einer extremen Licht- und Schattenwirkung. Sein Karajan Porträt charakterisiert den Künstler in dramatischer Lichtregie und starker Reduktion. In "Optischen Illusionen" verlegt Lilli Rieger-Grab hingegen das Spiel von Schatten und Sonne in ein helles Ambiente. Karin Lis beeindruckt mit ausdrucksstarken Keramiken. Mit verschiedenen Bränden und dünnen Porzellanauflagen auf Ton erreicht sie wunderbare Oberflächenwirkungen. Hans Georg Linden jongliert im Rhythmus gleichmäßiger Formen mit Oberflächen von Holz –und Stein. In provokanter Anlehnung an die Graffiti-Kunst konfrontiert Gerlinde Frommann den Besucher mit einer zeitkritischen Auseinandersetzung zum Thema Menschenwürde. Als Jüngste im Bunde stellt sich die 21-jährige Anja Barth mit sehr gegensätzlichen Arbeiten vor: sie zeigt naturalistische Tigergesichter und eine symbolträchtige Anlehnung an die mittelalterlichen Werke des Hieronymus Bosch.

Gruppenbild mit Kindern: Die Neersener Künstler bei der Ausstellungseröffnung im Schloss.
FOTO: Kurt Lübke

WZ - Montag, 2. März 2009
"Blickpunkt Kunst" im Schloss
Ausstellung Mitglieder der Künstlergilde Neersen präsentieren sich noch bis zum kommenden Sonntag in der "Motte". 

Von Rudolf Barnholt

... Mitglieder der Künstlergilde Neersen und zwei Gastaussteller präsentieren noch bis zum 8. März ihre Arbeiten in der „Motte“ von Schloss Neersen im Rahmen der Ausstellung „Blickpunkt Kunst". Hans-Dieter Poppe ist als Gast dabei. Der Willicher Rechtsanwalt zeigt großformatige Fotos. Mittels einer speziellen Technik erzielte er eine enorme Tiefenwirkung. Die Fotos auf Leinwand könnten auf den ersten Blick als Malerei durchgehen.

Anja Barth aus Krefeld ist der zweite Gast - die 21-jährige Psychologiestudentin ist auf der Suche nach ihrem Ich als Malerin. Sie setzt sich mit alten Meistern auseinander, zeigt im Schloss Neersen aber auch Tierbilder.

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... Susanne Neuls: Ihre Collagen sind angereichert mit Noten, Zeitungsausschnittenund Wellpappe, die Farben entweder knallig oder erdig, die Ausnahme: Ein Ausflug ins Gegenständliche in Form eines Stuhls.

Jan van den Bongard malt wie in Stein gemeißelt. Dass die graue Farbe des Steins überwiegt, hat mit zu bewältigender Trauer nach Schicksalsschlägen zu tun. Das Bild „ Alkyonens" wirkt aus der Distanz wie ein Relief.

Hans-Georg Linden präsentiert Objekte in Bildform. Zusammengehalten von Messingstäben arrangiert er kontrolliert gebrochenen Stein und Holz zu einem stimmigen Ganzen.

Lilli Rieger-Grab stellt nicht nur ihre Skulpturen aus, sondern auch Zeichnungen, die vordergründig Felsen und Brandungen zeigen. Der aufmerksame Betrachter wird in diesen Zeichnungen Figürliches erkennen und das ist von der Künstlerin auch so gewollt.

Gerlinde Frommann ist mit einem Bild vertreten: Graffiti  sorgt für die lauten Töne, ein in sich versunkener Mensch – ein Obdachloser? - macht nachdenklich. Eine Nachdenklichkeit, die durch Wörter wie "Hölle" oder "it’s a crime" noch verstärkt wird.

Mittels blauer Auslegeware schlängelt sich ein kleiner Fluss durch den Ausstellungsraum - die "Wasservögel" aus Stein und Metall stammen von Burckhard Freihoff. Uwe Richter hat vom Zahn der Zeit gezeichnete Gegenstände fotografiert und die Fotos dem "Fluss" anvertraut.

Angela Richter zeigt Malerei wie die "Eingeweckten  Zeiten",  aber auch Tuschezeichnungen, digital bearbeitet, die als Illustration für ein Kinderbuch dienen.

Karin Lis reizt die Herausforderung, Ton und Porzellan gemeinsam zu verarbeiten. Ihreblaue Kugel mit deren Innen und Außen ist als Metapher für das Menschliche Dasein zu verstehen.

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Werte - Urteil - Vorurteil / Januar 2009

„Held gesucht“ heißt das Bild, das die Willicherin Angela Richter, Mitglied der Künstlergilde Neersen, ab Mitte Januar 2009 bei einer Ausstellung der Künstlergilde im Polizeipräsidium Düsseldorf zeigt.

RHEINISCHE POST Dienstag, 13. Januar 2009
Neersener Kunst-Werte
Acht Angehörige der Künstlergilde Neersen stellen ab Freitag im Polizeipräsidium in Düsseldorf ihre Arbeiten zum Thema „Werte“ aus. Sie verbinden die Ausstellung mit einer Aktion gegen Kindersoldaten in aller Welt.

VON CHRISTIAN HEIDRICH

WILLICH Das Auge des Gesetzes schaut gerne auf Kunst. So jedenfalls geht es den Mitarbeitern des Polizeipräsidiums in Düsseldorf. Im Foyer des Gebäudes am Jürgensplatz sind regelmäßig Kunstausstellungen zu sehen. Ab Freitag zeigen dort acht Mitglieder der Künstlergilde Neersen ihre Arbeiten zum Thema „Werte-Urteil-Vorurteil“. Für die Freizeitkünstler aus Willich und Umgebung ist es das erste Mal, dass sie in der Landeshauptstadt ausstellen.

Unterschiedliche Arbeitstechniken
Anlässlich der 1. Neersener Kulturtage gründete Werner Puhe im Jahr 1981 die Künstlergilde Neersen. Dieser Zusammenschluss von Neersener Freizeit-Künstlern aus verschiedenen Kunstgebieten und mit unterschiedlichen Arbeitstechniken zeigte über Jahre Ausstellungen im großen Sitzungssaal des Schlosses Neersen. 1993 löste sich die Künstlergilde auf, sie wurde aber vor elf Jahren wiederbelebt.
Vorsitzender des Vereins ist Uwe Richter. Der Polizist, der von Kindesbeinen an fotografiert und bei der Künstlergilde Fotoarbeiten zeigt, arbeitete mehrere Jahre im Polizeipräsidium Düsseldorf. Über ihn kam der Kontakt zur Künstlergilde zu Stande. Und so ergab sich die Möglichkeit, dass einige Angehörige der Gilde – darunter ist auch Richter – ihre Arbeiten bis zum 8. Februar im Präsidium zeigen. Richter stellt Fotos aus, unter anderem schwarz-weiß Bilder von Wolkenkratzern, in denen er bemerkenswerte Details durch digitale Bearbeitung farblich hervorhebt.
Karin Lis aus Viersen wird ihre „Respektfeld“ genannte Bodeninstallation im Foyer aufbauen. Sie besteht aus unterschiedlich großen Kugeln aus Keramik, dem Spezialgebiet der Künstlerin. Besucher der Ausstellung bittet sie, in eine der Kugeln – „Schutzraumkugel“ genannt – Zettel zu werfen, auf die sie die werte schreiben, die sie respektiert sehen möchten.
Die Keramik-Künstlerin hat den Titel der Ausstellung vorgeschlagen, der zum Ausstellungsraum passen soll. Wichtig ist ihr, dass die Ausstellung „keine moralisierenden oder belehrenden Tendenzen hat, sondern Denkanstöße gibt, sich Werte bewusst zu machen“.
Angela Richter malt vor allem surreale Bilder in Öl, Acryl und mit Aquarellfarben. Die ausgebildete technische Zeichnerin interessierte sich schon immer für Grafik und Malerei. In einer längeren Familienpause widmete sie sich im Selbststudium intensiver mit der Malerei. Im Dezember vergangenen Jahres beendete sie einen Studienkurs Malerei und Grafik an der freien Kunstakademie Rhein/Ruhr in Krefeld.

INFO
Ziel Am internationalen Kindersoldaten-Gedenktag (12. Februar) soll den UN-Politikern in New York eine Million rote Hände übergeben werden. Aufruf Bei der Vernissage zur Ausstellung am 16. Januar, 18.30 Uhr, im Polizeipräsidium bittet die Künstlergilde die Besucher, sich an der Aktion zu beteiligen

Nachtrag zur "Aktion Rote Hand" >>>

Blickpunkt Kunst - Werkschau / Januar 2007

"Strandgeschwätz" nennt Lilli Rieger-Grab diese lebendige Figurengruppe, zu sehen bei der aktuellen Ausstellung der Künstlergilde im Schloss Neersen.

RP-Foto: Wolfgang Kaiser

RHEINISCHE POST Montag, 8. Januar 2007
Vielfalt ist Programm
Zu Beginn eines neuen Jahres gewinnt eine Ausstellung verstärkt die Dimension von Bestandsaufnahme und Ausblick. Im "Blickpunkt Kunst 2007" zeigen elf Mitglieder der Künstlergilde Neersen im Schloss eine Auswahl ihrer Werke.

VON ANGELA WILMS-ADRIANS

NEERSEN Vorsitzender Uwe Richter begrüßte im Schloss Neersen den Kaarster Friedrich Falkenberg, der sich zu der Runde gesellte. Bürgermeister Josef Heyes lobte das Engagement der Gruppe und erinnerte an das Künstlertreffen mit Kollegen aus der französischen Partnerstadt Linselles. Flötistin Anna Coenen und Gitarrist Bernd Herbrand legten in ihre musikalischen Beiträge zur Vernissage auch etwas französisches Flair. Pfiffiger Zufall war dabei, dass der Gastkünstler vier Jahre lang in Frankreich lebte.

Metall und Masken
Friedrich Falkenberg beteiligt sich an der Schau, die individuell sehr unterschiedliche Ausdrucksformen präsentiert, mit Metallskulpturen. Sie alle tragen einen persönlichen Namen. In einer Vitrine zeigt er Masken mit geometrischen Elementen und dezent verspielten Zugaben. Die Figur „Frida" fügt sich aus linearen und flächigen Partien zusammen. Anrührend wirken die übergroßen Hände in der schlichten Geste.
Gabriele Ohnesorge mag das kleine Format. Mit einigen Seidenmalereien und Tüchern erinnert sie an ihre früher bevorzugten Materialien. Inzwischen wendet sie sich verstärkt dem Scrimshaw zu. Es hat seine Wurzeln in der rituellen Kunst von Naturvölkern und wurde von den Walfängern in Nordamerika vor 200 Jahren wieder aufgegriffen. In Elfenbein, Horn und Elfenbein-Nuss werden feine Motive eingeritzt. Auf den Scheiben einer elfenbeinfarbigen Taguanuss lässt Gabriele Ohnesorge sachte den Kopf eines Leoparden wirken. Der Westernreiter scheint sich dank schemenhaft auflösender Umrisse zu bewegen.
Wie stark die Farbe den Ausdruck einer Arbeit prägt, beweist Angela Richter mit ihren Holzschnitt-Öldrucken. In dunklen Konturen wirkt das asiatisch inspirierte Motiv verhaltener, filigraner als im leidenschaftlichen Rot. Im symmetrischen Aufbau und in der Reduktion gewinnt ihre Darstellung der "Gemeinde" einen kontemplativen Ausdruck.
In der Nachbarschaft schärft Uwe Richter in der Fotografie zum Thema "Illumination" den Blick für die ganz eigene Ästhetik und Ausdrucksform industrieller Details. An den Längsseiten des Neersener Ratssaals stellt sich Gerlinde Frommann mit sehr gegensätzlichen Textilarbeiten vor. In warmen Rottönen mit irisierenden Funken und kostbar wirkenden Goldfäden lässt sie einen Teppich gegen den schwarzen Saum glühen. Eher grafisch orientiert und farblich rückgenommen wirken dagegen ihre Kompositionen mit symbolischen Bezügen.

WZ - Montag, 8. Januar 2007
Künstlergilde eröffnet Kunstjahr im Schloss
Elf Mitglieder des Neersener Vereins und ein Gast aus Kaarst beweisen bis zum 14. Januar im Ratssaal, wie vielseitig Kunst sein kann.

Von Rudolf Barnholt

Neersen. Die Künstlergilde Neersen hat den diesjährigen Reigen der Ausstellungen im Ratssaal des Neersener Schlosses eröffnet: Bis zum 14. Januar präsentieren elf Mitglieder und ein Gastkünstler ihre unterschiedlichen Arbeiten. Friedrich Falkenberg aus Kaarst ist diesmal als Gast dabei.
Der 73-jährige ehemalige Fremdenlegionär ist gelernter Kesselschmied. Kein Wunder, dass seine Skulpturen aus Eisen sind. Die Kleinskulpturen sind durchweg als Gesichter zu identifizieren, wobei Falkenberg gerne auf den Spuren Duchamps oder Picassos wandelt, sich aber auch von der afrikanischen Kunst inspirieren lässt. Pflugschalen und Baggerzähne sind "Zutaten" für seine größeren Arbeiten, mit denen er Schlaglichter wirft auf das Geheimnisvolle der Frauen.
Susanne Neuls ist zwar im Gegensatz zu Friedrich Falkenberg Mitglied der Künstlergilde Neersen, aber erst seit Oktober vorigen Jahres. Die 56-jährige Kunstlehrerin aus Schiefbahn zeigt im Ratssaal sechs Arbeiten - im Mittelpunkt ihres künstlerischen Schaffens stehen eindeutig ihre Collagen. Lieblingsmaterialien sind Wellpappe, interessante Papiere und Vliesstoffe sowie Sand. Sie verzichtet auf eine gegenständliche Darstellung, Formen, Farben und Strukturen sind ihr bedeutsamer als das Abbildhafte. Immer wieder taucht die Kreisform auf, die Tendenz geht zu eher verhaltenen Farben.
Gabriele Ohnesorge (52) stellt die Seidenmalerei zurzeit hinten an. Zwar sind einige dieser Werke zu sehen, in den Vordergrund rückte die Willicherin jedoch ihre Scrimshaw-Arbeiten - filigranste Malerei auf Elfenbein, Knochen oder der Elfenbein-Nuss. Malerei ist nicht der richtige Ausdruck - Gabriele Ohnesorge greift zur Gravurnadel, lässt die Motive in einer ausgesprochenen Geduldsarbeit Pünktchen für Pünktchen wachsen. Mit dieser Technik hatten sich schon die Seefahrer im 18. Jahrhundert die Langeweile vertrieben.
Angela Richter (49) besucht die Freie Kunstakademie m Krefeld. Sie präsentiert im Schloss nicht wie üblich Malerei, sondern Holzschnitte. Und zeigt die dazugehörenden Druckstöcke aus Holz. Ein besonderer Reiz für sie: Die Darstellung von Tiefe allein durch Farbe oder Nicht-Farbe. Neben Beitel wird sie künftig aber wieder zum Pinsel greifen.

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Neben den bereits genannten Künstlern sind Arbeiten von Karin Lis (Keramik), Claudia Neunzig (Pastellmalerei), Lilli Rieger-Grab (Tonfiguren), Werner Apostel (Fotografiken), Gerlinde Frommann (unter anderem Wandbehänge), Uwe Richter (Fotografien), Kathrin Lüdke (Aquarelle), Irene Buber (Uhrobjekte) und eine kleine Holzskulptur von Hans-Georg Linden zu sehen.

Augen in der Großstadt (nach dem Gedicht von Kurt Tucholsky) - April/Mai 2006

RP-Foto: Stefan Finger

RHEINISCHE POST FREITAG 5. MAI 2006
Ausdruck der Isolation

VON ANGELA WILMS-ADRIANS

WILLICH Die Willicher Künstlergilde zeigt im Gründerzentrum des Stahlwerks Becker Arbeiten, die sich auf Kurt Tucholskys Gedicht "Augen in der Großstadt" beziehen. "Von der großen Menschheit ein Stück. Vorbei, verweht, nie wieder", endet Kurt - Tucholskys Gedicht "Augen in der Großstadt".
Die sprachlichen Bilder sind das Fundament der gleichnamigen Ausstellung der Künstlergilde im Stahlwerk Becker in Willich. Die Idee zum themenbezogenen Projekt entstand beim Künstlerstammtisch, erklärte Uwe Richter. Angela Richter organisierte diesmal die Ausstellung, unterstützt von Irene Buber.

Willichs Vergangenheit
Nahe des Eingangs. empfangen Uwe Richter und Irene Buber die Besucher mit der Installation "Gleise", die das Thema mit Erinnerungen an Willichs Vergangenheit verbindet.
Schotter und angedeutete Gleise führen zu einer hochkant stehenden Fotografie mit einem Bahnweg. Die Kombination schafft den Zeitsprung, während der mit Pflanzen symbolisierte "Wildwuchs" beim Schotter auf ein stillgelegtes Gleis verweist. Irene Buber variiert das Thema Zeit in verschiedenen Medien, verbunden durch das Motiv eines zeichenhaft eingefassten Auges.
Uwe Richter betont in Fotoserien zum Beispiel Momente der Betriebsamkeit mit isoliert herausgestellten Augen. Angela Richter lenkt in ihren Ölbildern den Blick auf die Einsamkeit in der Stadt. Eine Schale mit Münzen, Pfützen und sich darum sammelnden Füßen entwerfen die Welt der Bettler, der Vergessenen, die durch den Bildrand in die Anonymität ausgegrenzt sind. Ein Tunnelgang wird zum Menschentrichter für eine gesichtslose Menge. Schwebende Impressionen scheinen zu verwischen.
Als Gast lässt der 19-jährige Marius Comanns in einer starkfarbigen Malerei verzerrte Gesichter für ihre Not sprechen. Zerfließende Formen beziehen sich auf den Refrain "Vorbei, verweht, nie wieder".
Werner Apostel arrangiert typische Teile eines Frühstücks zum Wandobjekt, diagonal eingefasst von Armbanduhr und Fahrplan als Variante des Vanitasgedankens, des Wissens um die Vergänglichkeit. Auch wenn sich in Lilli Rieger-Grabs Keramik Skulpturen Zweierkonstellationen ergeben, so sind die Figuren doch vereinsamt, ohne Blickkontakt und Körperzuwendung.
Gabi Ohnesorges Malerei auf Seide setzt mit Spiegel und durchscheinendem Stoff mehrere Ebenen übereinander. Nahe des Eingangs kann die Arbeit als Symbol für die vielen Ebenen eines Themas gelesen werden.

WZ-Foto

WZ - Montag, 1. Mai 2006

Augen-Blicke im Gründerzentrum
Künstlergilde: Großstadt ist ihr Kunst-Thema

Von Rudolf Barnholt

Willich. Die Künstlergilde Neersen, die bis zum 14. Mai ihre Werke im Gründerzentrum auf dem Gelände von Stahlwerk Becker präsentiert, ist neue Weg gegangen. Erstmals wurde ein gemeinsames Thema erarbeitet. Es lautet - in Anlehnung an das gleichnamige Gedicht von Kurt Tucholsky "Augen in der Großstadt". Die Umsetzung erfolgte auf vielfältige Weise.
Zehn der derzeit 15 Mitglieder sind an der Ausstellung beteiligt außerdem als Gast der 19-jährige Mario Comanns aus Kaarst. Dessen gemalte Gesichter sind in grellen Farben gehalten und haben sich vom Gegenständlich-Abbildhaften gelöst. Es sind Gesichter, die gequält wirken, verzerrt, mitunter an "Der Schrei" von Edvard Munch erinnern.
Angela Richter verbindet die Großstadt offenbar mit einer Art Inferno. Und mit Hektik und Isolation, wie das Bild "Vergessen auf 1000 Straßen" zeigt. Werner Apostel hat einfach alles, was man zu einem guten Frühstück braucht, auf eine Platte geklebt. Uhr und Fahrplan mahnen zu schnellem Aufbruch. Die kleinen Skulpturen von Lilli Rieger-Grab verkörpern Menschen, die eng beieinander sind und doch keinerlei Blickkontakt haben.
Die Fülle der Eindrücke, die in der Großstadt auf einen Menschen einwirken, hat Claudia Neunzig auf sehr plakative Weise visualisiert: Mittels eines Trichters werden sie der Frau "eingeflößt". Uli Venjakob hat sich - wie könnte es anders sein mit Schriftgrafik und Typographie an die Aufgabe herangemacht - die 1 steht für den Single, der auf das Schlechte in der Welt fixiert ist, die 2 für die Gemeinsamkeit verbunden mit der Hinwendung zur Kultur. Irene Buber ist sich treu geblieben: Ihre Strichmännchen sind wieder in Eile die Uhren ticken unerbittlich. Gabriele Ohnesorg zeigt Menschen ohne Gesichter, stilisierte Hochhäuser und trotzdem bekommt ihr Bild ein Gesicht: Das des Betrachters, dank eines Spiegels.
Gerlinde Frojnmanns Werke - auf Papier und Glas - sind geprägt von starken Farben von abstrahierten Häusermeeren und immer wieder von Augen. Uwe Richter, der die Besucher als Vorsitzender der Künstler ebenso begrüßte wie der stellvertretende Bürgermeister Thomas Brandt, zeigt eine Auswahl von Fotos: Oft hat er sich mit der Augenpartie von Menschen aus seinem Umfeld begnügt. ...

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Blickpunkt Kunst - Werkschau /Januar 2005

RP-Foto

RP-Foto: W.Kaiser

RP - 18. Januar 2005
Füße wurzeln im Boden
Unter dem Motto "Blickpunkt Kunst" zeigen Mitglieder der Künstlergilde Neersen ihre Arbeiten im Schloss Neersen. Als Gastaussteller ist der Bildhauer, Maler und Musiker Armin Küpper dabei.

von Angela Wilms-Adrians

NEERSEN Der geheimnisvoll ursprüngliche Ton des australischen Didgeridoo sowie der warme Ton des Saxophons untermalten wechselseitig die Vernissage zur Werkschau "Blickpunkt Kunst" im Schloss Neersen. In der Begrüßung betonte Uwe Richter, Vorsitzender der Künstlergilde Neersen, dass die Ausstellung nicht themenbezogen sei, sondern jedem eine vollkommen persönliche Gestaltung erlaube. Er selbst dokumentiert mit Detailaufnahmen von Seefahrt und Häfen seine Liebe zum Segeln. Angeregt von dem Wissen, dass sich über den Meridian vom Süd- zum Nordpol die Motive ähneln, sammelt er seine Fotos über einem symbolischen Geokoordinatensystem.
Als Gast und 13.teilnehmender Künstler ergänzt Armin Küpper den Kreis der Künstlergilde. Bei der Eröffnung bewies er zudem seine Qualitäten als Musiker auf verschiedenen Instrumenten. Seinen Leidenschaften entsprechend, spielte er nahe an seinen starkfarbigen Musikerbildern. In sinnig-witziger Weise komponierte er die Köpfe des Gitarristen und Saxophonisten aus Notenlinien und Noten. Ansonsten beherrschen seine Objekte aus Holz und Bronze einen großen Teil der mittleren Saalachse. Der bronzene Traumtänzer balanciert über blockhaft zugeschnittenen Ästen und gleicht in der Oberflächenstruktur einer Rinde.
Holz und Stein verarbeitet Hans Georg Linden zu großen Figuren. Zur "Symbiose" fächert er eine Figur vierfach auf. Die Arme münden in ein Astwerk, während die Füße zu Wurzeln werden. Plakativ zieht Irene Bubers überdimensioniertes Herz zur Rückwand des Saals. In Mahnungen zu Vergänglichkeit und Menschsein setzt sie sich in Metallcollagen mit Charles Henris Aphorismen auseinander. Unweit offenbart sich auf einem Tisch sein "Blätterwerk" in Text und Bild. In Aphorismen zur liebe durchstreift Charles Henri "die schönen wie auch schwierigen Passagen der Liebe, Sinnlichkeit und Begierde, aber auch Traurigkeit der Gefühlswelt".
"Bewegung gleich Entwicklung" überschreibt Gabriele Löwel die drei Bahnen zur Malerei auf Seide. In einer Folge vom Dunkel zum Licht setzt sie sich mit Bewegung, Überlagerung und Veränderung der Farben auseinander. Nahe beim Eingang stellt sich Karin Lis mit zwei gegensätzlichen Auffassungen von Keramik vor. Zum einen verfremdet sie Straßenpflasterstrukturen und dokumentiert einen bildhauerischen Umgang mit dem Material. In den Vitrinen aber zeigt sie kleinteilige, fragile Objekte als Sinnbilder von Kindheitserinnerungen und Glücksgefühlen.

WZ-Foto

Foto: Dirk Jochmann

WZ, 18.Januar 2005

Hobby-Künstler holten sich einen Profi
Zwölf Mitglieder der "Künstlergilde Neersen" zeigen im Schloss ihre aktuelle Ausstellung "Werkschau". Zu sehen ist das Ganze noch bis zum Wochenende.

Von Rudolf Barnholt

Neersen. "Werkschau" nennen die Mitglieder der "Künstlergilde Neersen" ihre aktuelle Ausstellung im Neersener Schloss. Die zwölf Hobby-Künstler zeigen nicht nur zum Teil erstaunlich gute Arbeiten, sie haben auch einen "Profi" als Gast an der Ausstellung beteiligt: Armin Küpper aus Krefeld ist mit bemerkenswerten Skulpturen und Bildern vertreten.
Irma Besken hat die Oldtimer aus Korken offenbar zu einem Dauerthema gemacht, bei Irene Buber steht wieder die Zeit im Mittelpunkt: Die eingearbeiteten Uhren erinnern an die Vergänglichkeit, mahnen, sein leben mit all den starken Gefühlen in den Griff zu bekommen. Zu den Arbeiten gehören kurze Texte von Charles Henri. Dessen Karten, versehen mit eigenen Versen und getrocknetem Laub, sind höchst poetisch. Bei Claudia Neunzig dreht sich alles ums Herz - typisch weibliche Kunst, mit goldenen Glanzpunkten angereichert. Der Retuscheur Werner Apostel präsentiert jetzt im Ratssaal auch Malerei pur - in Spritztechnik hat er Teile eines Uhrwerks zu einem interessanten Gefüge arrangiert. Seine Stühle am Strand strahlen Stille und Harmonie aus - der Betrachter denkt aber unweigerlich an die Tod bringenden Wellen.
Angela Richter hat vier Quadrate zu einem Bild zusammengefügt. Eine am Strand sitzende Frau scheint in sich zu ruhen - eine meditative, betont friedliche Arbeit. Dynamisch geht es bei Lilli Rieger-Grab zu - und ein wenig exotisch: Ihre Tänzerinnen wirken mitreißend. Beinahe kuschelig und auf jeden Fall verspielt: Die Keramik-Kugeln von Karin Lis, verletzlich wie Eierschalen - sie bergen ein flüchtiges Stück heile Welt. Außerdem zeigt Lis ihre Bild- und Strukturplatten.
Die Katzen-Porträts von Gerlinde Frommann wirken arg harmlos - aber sie kann auch anders, wie sie mit ihrem sturreallistischen "Luftschloss" beweist. Bei Uli Venjakob geht es um klare Linien und Farbkontraste, Uwe Richter hat einen die Koordinaten einer Landkarte verkörpernden Maschendraht mit Detailfotos aus der Seefahrt bestückt. Transparent, exotisch, wie aus einer Traumwelt: die Landschaften der Seidenmalerin Gabriele Löwel. Hans-Georg Linden symbolisiert mit seiner Holzplastik die Symbiose zwischen Mensch und Natur. Stellenweise marodes Lindenholz weist auf die Vergänglichkeit hin. Rustikale Holzstämme und filigrane Bronzefiguren bilden bei Armin Küpper eine Einheit. Seine monumentale "Widder-Frau" animiert den Betrachter, das wohlgerundete, aus dem Vollen geschnitzte Wesen zu berühren.

Willicher Nachrichten - Foto

Foto: Dirk Jochmann

Willicher Nachrichten, 12. Januer 2005

Blickpunkt Kunst
Dreizehn Künstler der Künstlergilde Neersen zeigen ihre Arbeiten im Schloss Neersen. Als Gastaussteller konnte der Bildhauer, Maler und Musiker Armin Küpper gewonnen werden. Unter dem Motto "Blickpunkt Kunst" sind Bilder und Skulpturen der Künstler und ihre ganz unterschiedlichen Techniken zu sehen. Viele Besucher kamen bereits zur Eröffnung der Ausstellung, die noch bis zum 23. Januar zu sehen sein wird.

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Kunst für einen Guten Zweck:

Wer Kunst ersteigert, hilft Tim und Johanna
Werbering Willich und Künstlergilde Neersen starten eine gemeinsame Aktion, die helfen soll, die Typisierung für die beiden Kinder zu finanzieren.

Von Nadia Joppen
Willich. Mit einer gemeinsamen Auktion möchten Künstlergilde Neersen und Werbering Willich die Hilfsaktion für Johanna Wirths und Tim Schmitz unterstützen. Verschiedene Künstler haben Gemälde oder Kunstobjekte zur Verfügung gestellt, die ab Montag, 18. Oktober, in neun Willicher Geschäften ausgestellt werden.
Bis zum 5. November können Kunden in den jeweiligen Geschäften ihre Gebote für die Werke abgeben - dann geht jedes Kunstwerk an den höchsten Bieter. Der Erlös der Versteigerung ist zur Finanzierung der Typisierungsaktion Tim und Johanna bestimmt. "Ich hatte schon lange überlegt, wie wir als Künstlergruppe diese Aktion unterstützen könnten. Umso erfreuter war ich, als mehrere unserer Mitglieder sofort ihre Arbeiten zur Verfügung gestellt haben", erklärt Uwe Richter, Vorsitzender der Künstlergilde Neersen. So werden Fotografiken, eine Kupferskulptur, gestaltete Lyrik, Ölgemälde oder Aquarelle und ein Diorama einer Oldtimer Werkstatt zu sehen und zu ersteigern sein.

Alfred Erren, der 1. Vorsitzender des Werberinges: "Als wir fragt haben, wer Schaufensterfläche zur Verfügung stellen möchte, waren alle sofort bereit, mitzumachen - selbst Geschäfte, die eher eine kleine Front haben." Es seien sogar mehr Interessenten als Kunstwerke gewesen.

Die Eltern der beiden Kinder freuen sich über die vielfältige Unterstützung, die sie auch nach der großen Blutspende-Aktion im Sommer immer noch bekommen, so Jens Schmitz, der Vater von Tim. Tim ist Leukämie krank, im Moment geht es ihm nach der Chemotherapie gut. "Er fährt nächste Woche zu einem Erholungsaufenthalt nach Sylt", so sein Vater. Langfristig suchen seine Eltern noch einen geeigneten Knochenmarkspender.

Anders als Tim leidet Johanna an einer seltenen Krankheit, bei der der Körper nicht genug eigene Blutkörperchen produziert. Auch dieses Problem sei im Moment dank der Medikamente im Griff, allerdings gebe es zwei geeignete Spender, erklärt Jens Schmitz. Einer der beiden wurde bei der Auswertung der Aktion im Sommer gefunden. Damals hatten knapp 2000 Menschen an einem Tag eine Blutprobe abgegeben.

- Fakten -

Folgende Geschäfte machen mit:
Bild up, Metzgerei Forgber, die Willicher Buchhandlung Optik Brokmeier, Schreibwaren Erren, Juwelier Heintges, Panknin am Markt, Herrenausstatter Kluth und die Aral Station Budde.

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"Wege" in Raeren/Belgien:

Grenz-Echo, Samstag, 30. Oktober 2004

Vielseitiges zum Thema "Wege"

Eine Reihe von Kunstwerken säumt für kurze Zeit den Saal im ersten Stock des Hauses Zahlepohl. "Wege" heißt die vielseitige Ausstellung von insgesamt 12 Mitgliedern der Neersener Künstlergilde. Zu sehen sind unter anderem phantasievolle Ölgemälde von Angela richter (Foto), Zeichnungen von Heike Duschl (Anm.d.Red.: es handelte sich um Lilli Rieger-Grab) oder Keramikarbeiten von Karin Lis. "Wege" gastiert noch bis zum 14.November in Raeren. Die Gilde freut sich über Einträge in ihr Gästebuch.

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Offenbarung/Krefeld - 3.April 2004

Rheinische Post/Krefeld-06.04.2004

150. Konzert der Reihe "Geistliche Musiken an St. Stephan": die Offenbarung des Johannes
Hoffnung in Wort, bildender Kunst und Musik
Nein, die gelben Sternchen über dem Altar, die lustig in der Zugluft flatterten, gehörten nicht originär zum Konzept des 150. Konzerts der Reihe "Geistliche Musiken in St. Stephan", das in der weggemeinschaftlich verbundenen Nachbarkirche St' Elisabeth zu hören war. Sie passten aber gut ins Konzept. Von Sternen war des öfteren die Rede in der "Offenbarung des Johannes - Eine ungewöhnliche Betrachtung", einem ergänzenden Miteinander von Bibeltext und Auslegung in Wort, Musik und darstellender Kunst.

Von Hoffnung war ebenfalls die Rede: von der Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, die der Apokalypse folgen werden, und von der Hoffnung, die auf sich gestellte christliche Gemeinden haben sollen, deren ferner Seelsorger sich nur bedingt um ihre Belange kümmern kann. In einer solchen Situation sei die Offenbarung des Johannes entstanden, erläuterte Pfarrer Norbert Lucht und zog den Vergleich zur heutigen Lage vieler Pfarreien. Da sei jeder Stern eines Kommunionkindes tatsächlich Hoffnungszeichen. Lucht bezog seine Gedanken unmittelbar auf die Objekte, die Mitglieder der Künstlergilde Neersen zum Thema "Offenbarung" ausgestellt hatten. Kantor Ulrich Stuers kommentierte Bilder und Gedanken mit Improvisationen und ausgewählten Stücken an der Orgel.

"Die sieben Sendschreiben" von Uli Venjakob waren das erste der acht Exponate; einer Wandzeitung ähnlich, waren Kopien der Schreiben Johannes' an die sieben Gemeinden Grund angeordnet. Nüchtern, aus dem Piano einer einsamen Flöte an schwellend zum Pleno, vererbend in dumpfen Paukentönen des Pedals, kommentierte der Organist das erste Bild. "O Mensch, bewein dein Sünde groß" von Bach war dem farbenfrohen "Triptychon zur Offenbarung" von Angela Richter an die Seite gestellt. Thematisch ist das nicht ganz nachvollziehbar, in seiner schmuckfreudigen musikalischen Sprache schien es der ansprechenden Darstellung verwandt, in der eine Straße die leuchtenden Gerechten aus der Wüste, über der in einer Seifenblase das "Projekt Eden" schwebt, in den Himmel führt, dem die Trümmer des World-Trade-Centers gegenüberstehen. Anregend gespielt war Simon Lesleys "Meditation" zu einer Collage von Uwe Richter; mächtig Messiaens "Apparition de 'l Église éternelle", das sehr temporeich "Das neue Jerusalem" von Irene Buber kommentierte. Am Ende wieder Hoffnung: mit Marcel Duprés "Ostermorgen".

CHRISTIAN DIJKSTAL

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Wege - März/April 2004

Rheinische Post 26.03.2004

Künstlergilde eröffnet heute Ausstellung im Gründerzentrum des Stahlwerks Becker
Wege zum Glück und ins Vergehen
Von ANGELA WIL.MS-ADRIANS
WILLICH. Mit dem schlichten, doch unendlich offenen Wort "Wege", überschreibt die Künstlergilde Neersen ihre aktuelle Ausstellung im Gründerzentrum des Willicher Stahlwerks Becker. Die 18 Kunstschaffenden, überwiegend in ihrer Freizeit tätig, und zwei Schülerinnen der Robert-Schuman-Gesamtschule bereiten das Thema den persönlichen Temperamenten entsprechend individuell auf und geben zugleich Einblick in die unterschiedlichen Techniken und Medien ihrer Gemeinschaft. Gezeigt werden Malerei, Graphik, Keramik. Porzellan, Plastiken, Fotografen, Fotographiken und Collagen.

In lose gesammelten Wörtern markiert Uwe Richter, Vorsitzender der Künstlergilde, Wege um Transport, Lebensmittel und Verschwendung. Im Zentrum seiner Serie mit Fotocollagen ziehen die kräftigen Farben eines modernen Obststilllebens. den Blick auf sich. Doch die noch leuchtenden Orangen zeigen schon Spuren des Vergehens, sind vergeudet. Die Nachbarfotos fordern ebenfalls den zweiten Blick heraus. Die geometrischen Ordnungen entlarven sich als Segmente von gestapelten Kisten.

Phantastischer Realismus

Ehefrau Angela Richter symbolisiert im "phantastischen Realismus" Begriffe und Vorstellungen. Die gegenständliche Gestaltung ist über unerwartete Kombinationen verfremdet. Burckhard Freihoff bahnt einen Weg mit seinen Kupfer-Skulpturen. Die Vögel mit langen Hälsen und Beinen sowie feingliedrig schwingenden Schwänzen besitzen eine heitere Ausstrahlung. Doch ihr Weg ist nicht nur mit markanten Glassteinen "gepflastert", sondern auch mit Abfällen der Zivilisation. Ganz aus Kork. wie von der Flasche gezogen und in Flächen geschnitten, montiert Irma Besken Oldtimer und widmet sich dem Zusammenhang von Wege und Wagen als Begriffe für Verkehr und Bewegung.

Bei Charles-Henri hat das Wort als Fragment und in lyrischer Form zentrale Bedeutung. Das "Wegenetz" wirkt als Geflecht plastisch in den Raum und birgt die Namen echter Wege und Straßen. Mit Kartonage erreicht er Schichten, in die sich Spuren zu graben scheinen. während die Wortfragmente "Aus", "Dornen" und "Rück" jeweils mit Weg kombiniert werden können. Zur gestaltenden Lyrik zählen die "Irrwege" in einer Gliederung über drei Ebenen.

"Was ist Glück?", fragt Ulrich Venjakob und lässt Beschriftungen von Lottoscheinen so gerade eben durch die übergelegten Acrylschichten schimmern. Im Zentrum steht die im Sinne einer alten Schrift gespiegelte Drei als klarer Hinweis auf die Zahlenmystik.

Die Wege der Ausstellung sind jedoch nicht auf die Kreativität im gestaltenden Bereich begrenzt. Am Sonntag, 28. März, werden um 15 Uhr Barbara Besken und Natalie Rupert einen Vortrag zum Thema "Argentinien - Wege aus der Armut" halten. Die Ausführungen zur allgemein politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage werden um einen Film ergänzt. Mit der Bitte um Spenden wollen sie den Plan CAEP, "Mit den Armen das Evangelium" teilen, der Iglesia Evangelica del Rio de la Plata unterstützen.

WZ, 30.03.2004

Der Kamm überragt das sinkende Boot
"Wege" lautet das Thema, dem sich die Neersener Künstlergilde gewidmet hat. Bis zum 14. April werden die Werke im Gründerzentrum gezeigt.

Von Rudi Barnholt
Willich. Alle 18 Mitglieder der Künstlergilde Neersen und zwei Schülerinnen der Gesamtschule präsentieren noch bis zum 14. April Arbeiten zum Thema "Wege" im Gründerzentrum. Die Bandbreite reicht von gehobener Hobbykunst über Kunsthandwerk bis hin zu ebenso anspruchsvollen wie ansprechenden Exponaten.

Karin Lis hat ihre Eindrücke von Natur auf ihren "Straßenbildern" festgehalten. Es sind reliefartige Kompositionen aus weißem Ton. An Zeiten, in denen es weder Autobahnen noch Schnellstraßen gab, sondern überwiegend Wege, erinnern die Oldtimer aus Korken von Irma Besken. Claudia Neunzig zeigt auf ihren Bildern eine aufgerollte Straße im Stile einer Klopapierrolle oder lässt das graue Asphaltband als Knäuel erscheinen.

Alfred Kleins Objektkasten verströmt den Duft von Abenteuer und Freiheit: Sein Biker scheint sich auf die "Route 66" mächtig zu freuen. Bei Charles Henri spielt die Schrift eine zentrale Rolle - sein "Wegenetz" besteht aus einem Gittergeflecht, in das wie ausgerissen wirkende Papierschnipsel Wegenamen enthalten. Angela Richters Malerei wirkt besonders stimmungsvoll und wie aus einer anderen Welt, in der sich die Dimensionen verschieben, wo ein Kamm ein untergehendes Boot überragt. Uwe Richter hat Fotos von Holzkisten und Frischfischkisten mit Hilfe des Computers multipliziert und pfiffig zu Wege-Bildem komponiert.

Irene Buber hat sich mit abstrakten Materialcollagen dem Thema "Wege" genähert. Für einen Hauch von Gegenständlichkeit sorgen die zwei Metallfiguren, die aufeinander zulaufen. Hans-Georg Linden ist mit einer stattlichen, durchdachten Skulptur vertreten. Der Weg des Menschen führt bei ihm in die Vergänglichkeit. Die Installation von Burkhard Freihoff mit seinen Wesen aus Stein und Draht zeichnet den Weg des Menschen nach - eine durchaus kritische Auseinandersetzung. Einfach nur schön: Die filigranen Bleistiftzeichnungen von Lilli Rieger-Grab geben romantische Wege in Griechenland wieder. Die Schülerinnen Nicole Rütten und Lisa Bestajovsky sind als Gäste dabei. Nicole zeigt die "Wege des Lichts", Lisa überlistet die Realität mit ihrem "Spaziergang am Meer".

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Blickpunkt Kunst - Januar 2003

Rheinische Post 14.01.03

Mitglieder der Künstlergilde Neersen zeigen Arbeiten im Schloss
Mal Heiterkeit, mal Melancholie
Von ANGELA WILMS-ADRIANS NEERSEN. "Blickpunkt Kunst 2003" überschreibt die Künstlergilde Neersen ihre diesjährige Gemeinschaftssaustellung im Neersener Schloss und markierte zur Eröffnung einen kleinen Weg zur Wendeltreppe im Seitentrakt. Im großen Saal entfalten zwölf von 15 Mitgliedern die unterschiedlichen Facetten ihrer Arbeit und Materialien. In seiner Begrüßung sprach Vorsitzender Uwe Richter einen besonderen Dank an Schüler und Schülerinnen der Robert-Schuman-Gesamtschule aus, die die Vernissage mit einer Performance bereicherten.

Mit dem Künstler Hans Georg Lingen erarbeitete eine Gruppe von zehn Schülern zu Themen aus ihrer Erlebniswelt markante Begriffe und setzte sie mit Elementen der Pantomime in "Lebende Standbilder" um. Inken Eckhardt und Ines Engbarth boten musikalischen Genuss mit ihrem anmutigen Harfenspiel. Die Freizeitkünstler aus Neersen zeigen die Ergebnisse ihres Schaffens aus den beiden vergangenen Jahren. Der Anzahl der Temperamente entsprechend, sind die Ausdrucksmöglichkeiten vielfältig.

Zeit und Natur
Die Themen Zeit und Natur, aber auch Natur und vom Menschen Gemachtes lässt Werner Apostel in seine Fisch-Collagen einfließen. Ein Temperabild konfrontiert fast sachlich Mensch und stilisierte Blume. Eine idyllisch anmutende Insel zum Thema "Frühlingserwachen" entwarf Burkhard Freihoff. Mit Kupfer und Glas kreierte er fragil anmutende Tier- und Blumenformen, die für sich und im Ensemble eine leicht anmutende Heiterkeit ausstrahlen.

Ein Hauch von Melancholie liegt hingegen über Uwe Richters Fotoreihe "Seelenruhe", die farblich äußerst dezent Landschaftsausschnitte im feinen Widerspiel von Silhouetten und feinen Verästelungen einfängt.

Claudia Neunzig greift dafür in ihrer Impression von Schloss Neersen als Ruine in einer Unterwasserwelt gerne in den Farbtopf. Verspielt dekorativ entwirft sie ihre Materialbilder mit Glitzer und Blattgoldmetallen in allen Variationen als bewegtes Gegenspiel von kalten und warmen Tönen.

Angela Richter hingegen lehnt sich eher an die klassische Malerei an. Ihre Interpretation zum "Paradiesapfel" lässt eine mehrdeutbare Symbolik um Hell und Dunkel, Gut und Böse vermuten.

In Alfred Kleins "Welt des Automobils" ließen sich die Besucher bei seinen Kleindioramen und Fotomontagen in die nostalgische und reale Welt des Autos entführen. Mit viel Liebe zum Detail bemalt Brigitta Klein Porzellan. Märchenhaft mutet die weiße Mädchensilhouette mit der "Pusteblume" vor dem schwarzen Grund des Tellers an. Freude an Farben beweist Gabriele Löwel mit ihren Kreationen aus Seide.

Die Ausstellung ist bis zum 19. Januar zu sehen.

WZ, 14.01.03

Eine Brücke in das Nichts
Noch bis Sonntag ist im Schloss Neersen eine Ausstellung der "Künstlergilde" zu sehen. Zwölf Mitglieder sind beteiligt.

Von Rudolf Barnholt
Neersen. Blickpunkt Kunst, heißt die Ausstellung der Künstlergilde Neersen, die noch bis zum 19. Januar im Ratssaal des Neersener Schlosses zu sehen ist. Zwölf Mitglieder der Künstlergilde beweisen dabei, wie vielseitig und gut Hobby-Kunst sein kann.

Eines der besonders vielseitigen Mitglieder ist Wemer Apostel. Er spielt nicht nur mit Dias, er malt auch surrealistisch Angehauchtes und bevorzugt starke, kontrastreiche Farben. Nostalgisch-Beschauliches entdeckt der Betrachter der wunderschönen Dioramen von Alfred Klein - im Mittelpunkt steht meistens der VW Käfer, Symbol für die Wirtschaftswunderzeit. Seine Frau Brigita Klein zeigt Handbemaltes auf Porzellan, vornehmlich Jugendstilmotive. Gemeinsam schufen die Eheleute Naturcollagen auf Fotos.

Gabriele Busch-Löwel ist mit Seidenmalereien vertreten - neben Schals und Tüchern fallen ihre Bilder ins Auge: Dort dominieren phantastische, stimmungsvolle Landschaften mit jeder Menge Morgenröte.

Burckhard Freihoff hat seine Installation "Frühlingserwachen" aufgebaut: Auf Stroh präsentiert er wetterfeste Pflanzen und Tiere, die meist aus Kupfer bestehen.

Uwe Richter, Vorsitzender der Künstlergilde, führt den Betrachter mit seinen Schwarzweißfotografien aufs Glatteis: Nein, es sind keine Niederrheinlandschaften, die er zeigt. Die Aufnahmen, die nicht ohne Grund Namen wie "Seelenruhe" haben, sind charakterisiert durch ausgeprägte Hell-Dunkel-Kontraste.

Die Werke von Claudia Neunzig sind von anderem Kaliber: "Feuer und Eis" etwa ist voller Symbole wie Sterne oder Herzen und allein durch die reichliche Verwendung von Glitzer ein Blickfang. Aber sie kann auch anders: Die Materialcollagen mit ihren erdigen Tönen sind der beste Beweis. Lilli Rieger-Grab ist mit Keramikfiguren vertreten, die eine Gemeinsamkeit haben: Es sind Tänzerinnen.

Bewegung und Zeit spielen in den Materialcollagen von Irene Buber eine große Rolle.

Angela Richter lässt eine Frau in einem Papierboot zu neuen Ufern aufbrechen und zeigt erneut das eindrucksvolle Stahlbau-Bild, dass bereits im Stahlwerk Becker zu sehen war.

Uli Venjakob ist mit einer sehr reduzierten Collage vertreten, Hans-Georg Linden hat eine "Brücke" mitgebracht, die wenig Vertrauen erweckend wirkt: Die Brücke aus Holz scheint aus einem Stein zu wachsen und führt ins Nichts.

Linden hatte auch mit Schülern der Gesamtschule eine Performance eingeübt, die zur Vernissage aufgeführt wurde. Entsprechende Fotos bereichern die Ausstellung, die bis 19. Januar täglich von 17 bis 19 Uhr, samstags von 15 bis 19 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist.

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Tag des Denkmals - September 2002

RP, 03.09.2002
"Denkmal" ist Thema einer Ausstellung im Willicher Gründungszentrum
Neersener Schloss: Ruine im Korallenriff
Von ANGELA WILMS-ADRIANS
WILLICH. Das Denkmal als Thema ist Bindeglied der Fotoarbeiten, Bilder und Skulpturen, die im Gründerzentrum des Willicher Stahlwerks Becker ein interessantes Ambiente finden. Beteiligt sind elf Künstler der KünstlerGilde Neersen sowie auswärtige Künstler aus dem In- und Ausland.

"Das Wasserwerk hinter mir ist leider noch eine Ruine", sagte Bürgermeister Josef Heyes in seiner Begrüßung mit Blick auf das großformatige Bild an der Rückwand der unteren Etage und freute sich, dass die Halle des Gründerzentrums zum multifunktionalen Raum umgebaut wurde. Die Präsentation leitet harmonisch über zum "Tag des Denkmals" am 8. September. Als Teamleiter des Projektes "Denkmal" hofft Klaus Wollersheim auf eine Initialzündung in der positiven Bewertung von Industrie-Denkmälern. Sie sollen nicht nur durch eine gewerbliche Nutzung, sondern auch durch die belebenden Kräfte der Kunst lebendig erhalten werden.

Transparenz und Spiegelung
Der Krefelder Galerist Egon Heidefeld sowie Uwe Richter, neuer Vorsitzender der Neersener KünstlerGilde, dankten spontan der Stadt und insbesonde Sabine Schnebbe für das Angebot und die tatkräftige Unterstützung. Ihrem Temperament entsprechend, haben sich die Künstler unterschiedlich dem Thema gewidmet. Andreas Gantenhammer hat seine Fotografien mit Zitaten aus dem Wassewerk (Kessel und Laufkatze) konstruiert und schließlich im aufwändigen Verfahren verbildlicht. Mit dem neuen Medium schafft er transparente Strukturen der alten Materialien. Transparenz und Spiegelungen schaffen Bezüge zwischen den Elementen und eine moderne Symbolik. So ist das rote Motiv Ausdruck von Feuer, Stahl und Transport.

Karin Lis legt ihre Bilder und Objekte wesentlich veraltener an und assoziiert Beziehungen zur Votivkunst. Die kleinformatigen Arbeiten werden von fast kühl wirkenden fotografierten Fensterausschnitten eingeramt. ...

Auf Flut und Illumina hat Claudia Neunzig unkonventionell reagiert und das Neersener Schloss als Ruine in ein Korallenriff integriert.

Wer Türen öffnet, wird manches Mal überrascht. Im Widerspiel filigraner und kompakter Elemente mit Wasser und sachten Nebeln umkreist Burckhard Freihoff auf einer kleinen Rampe die Themen Denkmal, Kreislauf und Wiederverwertung. ...

Poppiges und Altes
Kunst beschäftigt sich mit Industrie-Architektur
Willich (rudi). Bis einschließlich Sonntag ist noch eine Ausstellung im Gründerzentrum des Stahlwerks Becker zu,sehen, die immer wieder auf die alte Industrie-Architektur Bezug nimmt. Die meisten der 20 Künstlerinnen und Künstler sind Mitglieder der Küiistlergilde Neersen. Aber die Gruppe hat sich auch für Nicht-Mitglieder geöffnet, was die Ausstellung insgesamt noch interessanter, sehenswerter macht.

Ingrid M. Fritsche hat das mit Farbe und Pinsel gemacht, was Ulrich Helbig mit dem Fotoapparat gelang: Sie haben das unvergleichliche Flair der Schiefbahner Verseidag mit ihren Werken eingefangen. Selbst kleine Details wie das wunderschöne alte Portal kommen voll zur Geltung. Diese Werke werden bald dokumentarischen Charakter haben, denn die Tage des einst größten Websaals Europas sind gezählt.

Irene Buber macht sich Sorgen um den alten Wasserturm in unmittelbarer Nähe des Gründerzentrums. Auf ihrem Bild ragt er aus einer Orangerie heraus, scheint über einen Skulpturenpark zu wachen - und zeigt schließlich Auflösungserscheinungen. ...

Werner Apostel macht mit spezieller Fototechnik aus Willicher Ansichten poppige Bilder. Hartmut Hegeners Prägearbeiten auf weißem Karton wirken einprägsam, hier dominieren geometrische Formen. Andreas Gantenhammers Industriefotografie wirkt, als sei sie aus einem ScienceFiction-Film.

Angela Richter befasste sich mit der "Vergänglichkeit von Stahlbau" (Anm. d.R. KüGi: es müsste hier heißen ... Stahlblau) - ihr Bild erinnert eindrücklich an die Geschichte des Gebäudes, das jetzt als Gründerzentrum genutzt wird. Alfred Kleins Diorama "Mein letzter Käfer" bringt eine kleinbürgerliche zum Ausdruck. Ein Objekt mit Pfiff: Der Kupferbrunnen von Burckhard Freihoff lässt Wasser mit Ultraschall verdampfen und beinhaltet einen beleuchteten "Edelstein". ...

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Die Offenbarung des Johannes

RP 26.02.2002
Apokalyptische Visionen im Jahr 2002
Teufelshand in Richtung Himmel

Von INGE KRACHT
NEERSEN. Noch bis zum 10. März widmet sich die evangelische Friedenskirche in Neersen dem Thema der Apokalypse, der Offenbarung des Johannes: mit einer Predigtreihe der Pastorin Christa Voßkamp und einer "Kunstausstellung apokalyptischer Visionen 2002". Neugierig auf die Wirkung ihrer gemeinsamen Schau stellten sich sieben Künstler der Künstlergilde Neersen zur Eröffnung dem Gespräch mit den Besuchern.

"Hilde Freihoff, Diakonin der altkatholischen Kirche Krefeld, hat uns in mehreren Gesprächsrunden in die schwierige Thematik der Vernichtung und Neuwerdung der Welt eingeführt. Sieben der rund 20 Künstler unserer Gilde setzten dann ihre Vision, jeder auf seine eigene Weise, ins Bild", deutet der Künstler Uwe Richter nicht ohne Stolz in die spannende Runde der unterschiedlichen Werke aus Skulptur, Fotocollage, Ölbildern und Aquarellen.

"Zusammengestellte Gedanken" nennt er sein eigenes Bild, mosaikartig aus gerissenen Zeitungsfotofetzen wie Blitze, Blumenwiese, WTC-Ruine und Atompils zur sprechenden Aussage gerahmt. Auch im eindrucksvoll gelungenen surrealistischen Triptychon ("Die Gerechten", "Traum der Träume", "Die Zerreißprobe") Angela Richters findet sich die Ruine des World Trade Centers als drohendes, beängstigende Vernichtungssymbol unserer Zeit. "Millennium" nennt sie ein zweites Werk, das eine Teufelshand zeigt, die den perfekten Menschen im Reagenzglas zum Himmel streckt.

Beruhigend hoffnungsfroh dagegen erscheint "Der Weg ins Licht", das sinnlich farbige Aquarell Heike Duschls. Auch Claudia Neunzig lässt ihre siebenteilige Bildgeschichte der "Galerie der Katastrophen" nach dem bedrohlichen "Hassrad" nicht ohne einen gewaltig wurzelnden "Keim der Hoffnung" enden. Burckhard Freihoff gibt der Zukunft mit einer imposanten Skulptur - je ein Drittel verbrannte Erde, verbrannte Bäume und neu entstehendes Leben eine sichtbare Chance. Besonders streng der apokalyptischen Symbolik verhaftet, zeigt Irene Buber in graphisch perfekter Auflösung im "Neuen Jerusalem" das Alpha und Omega, die sieben Schalen und das Auge Gottes. Der Schriftsetzer Uli Venjakob spielt in typographischer Gestaltung der Zahl 7 auf dem Zeitungslayout der sieben Offenbarungsbriefe mit der Zahlenmystik. Im Spannungsfeld der so verschiedenen apokalyptischen Visionen geriet die Ausstellungseröffnung zu einem Hoffnung machenden kommunikativen Erlebnis. Öffnungszeiten: samstags 15 bis 17 Uhr, Sonntags 11 bis 13 Uhr.

WZ vom 25.02.2002
Trotz Hassrad etwas Hoffnung

Predigten und Kunstobjekte zur "Offenbarung des Johannes"

Neersen (rudi). "Die Offenbarung des Johannes" - sie spielt nicht nur in aktuellen Predigten die Hauptrolle, ihr ist außerdem eine Ausstellung gewidmet die bis zum 10. März in der Friedenskirche zu sehen ist. Zustande gekommen ist sie durch die Unterstützung der Künstlergilde Neersen, deren Mitglieder die Thematik auf unterschiedlichste Weise umgesetzt haben.

Pfarrerin Christa Voßkamp ging in ihrer Predigt ausführlich auf die "Offenbarung" ein. Sie erscheine deshalb so fantastisch, weil Johannes sie in verschlüsselter Form geschrieben habe. Die Pfarrerin mahnte, Jesus auf seinem Weg zu folgen, auch wenn dieser knüppelhart sein kann.

Zu den verbalen Erklärungen kommt die überwiegend sehr eindringliche Bildsprache der Künstler. Heike Duschl hat den "Weg ins Licht" auf eine Weise dargestellt, die an Blüten, aber auch an lodernde Flammen erinnert. Claudia Neunzig ging teilweise spielerisch mit dem Thema um. Ein Beispiel hierfür ist "Das Hassrad" als Gegenstück zum Glücksrad. Aber trotz allem Negativem und Bedrohlichem ist bei ihr auch "Der kleine Keim der Hoffnung" zu sehen.

Angela Richter ist mit einem beeindruckenden Triptychon vertreten. Surrealistisch wirkt aber auch ihr Bild, in dem sie sich mit dem Klonen auseinander setzt: Auf einer Teufelshand thronend, hält die Frau das zersprungene Reagenzglas in der Hand.

Allen Künstlern war der Bezug zur Gegenwart wichtig. Uwe Richter spart in seiner Fotocollage weder Elendsviertel noch Naturkatastrophen aus, der Soldat mit der Friedenstaube ist jedoch Hoffnungsträger. Uli Venjakob hat das Thema optisch aufgepeppt: Die "Offenbarung für die Gegenwart in sieben Sendschreiben" bekam ein gegenwartsbezogenes Zeitungs-Layout um ihre Aktualität zu betonen, hinzu kommt mehrfach eine gespiegelte und verschachtelte 7.

Irene Buber hat auf Rahmen sprengende Weise "Das neue Jerusalem" kreiert. Metallstäbe, die über das Bildformat hinausragen, sind die Strahlen, die von Gott ausgehen, das Werk ist auf seine reduzierte Weise voller Symbolik.

Die spektakulärste Arbeit stammt von Burkhard Freihoff. "Ein Drittel der Erde wurde verbrannt, als ein Engel die Trompete blies": Sein Objekt aus Kupfergeäst scheint zu einem Drittel abgestorben, ein elektrischer Vernebler sorgt für Katastrophenstimmung.

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Krefeld Dreikönigenhaus Januar 2002

Rheinische Post
Künstlergilde stellt in Krefeld ihre Werke vor

Neersen (Red). In diesem Jahr findet erstmalig die Retrospektiv-Ausstellung der "Künstlergilde Neersen" nicht im Ratssaal des Neersener Schlosses statt, sondern vom 13. Januar bis zum 28. Januar im Festsaal des Dreikönigenhauses, des Alten- und Pflegezentrums des Neukirchener Erziehungsvereins in Krefeld, Dreikönigenstraße 48-54. Die Ausstellung ist täglich geöffnet von 9 bis 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Zu sehen sein werden Arbeiten aus den verschiedensten Bereichen. ... Im Rahmen der beiden Ausstellungswochen malen und werkeln verschiedene Künstler auch mit Interessenten aus dem Haus und aus dem Publikum. ...

Viele Beispiele kreativer Arbeit

Von HANS DIETER PESCHKEN/ NEERSEN. So hat es Werner Puhe für die Neersener Künstlergilde schon früher formuliert "Wenn alte Menschen nicht mehr die körperliche Beweglichkeit besitzen, zur Kunst zu kommen, so muss dann eben ganz einfach die Kunst zu ihnen kommen." Diesen Grundsatz haben die Neersener Künstler beherzigt und stellen ihre Arbeiten im Festsaal des Krefelder Dreikönigenhauses aus. Eine Vernissage bei Kaffee und Kuchen gab es dort am Sonntagnachmittag, bei Klaviermusik und Reden. ... Es ist eine sehr abwechslungsreiche Schau zu sehen, mit ganz unterschiedlichen Arbeiten von 17 Künstlern, ...

Vier kleine Arbeiten aus dem Nachlass von Karl-Heinz Höcklin werden auch über die Ausstellung hinaus als Geschenk der Neersener Künstlergilde im Dreikönigenhaus verbleiben. ...

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Jahresschau 2000/2001

Westdeutsche Zeitung
Idyllen von der Niers und Märchenwelten
NEERSEN. "Kunst-Werke(n)" heißt die aktuelle Jahresschau der "Künstlergilde Neersen", die bis zum 14. Januar im Ratssaal des Schlosses zu sehen ist. ... "Möge diese Schau dem geneigten Besuchern etwas mit auf den Weg geben, das an ihre Herzen zu rühren vermag", hatte sich der Gründer und Sprecher der Gruppe, Werner Puhe, im Vorwort des Begleitheftes gewünscht. Karl-Heinz Höcklin hat seinen Teil dazu beigetragen: Seine zumeist sehr kleinformatigen Landschaftsbilder halten Stimmungen an der Niers und im schwäbischen Schwarzwald wieder – hier ist Idylle pur angesagt. Gabriele Löwel zauberte bizarre Fantasielandschaften auf Seide ... Besonders märchenhaft wirken die Werke von Angela Richter und Werner Apostel: Apostel kombiniert Malerei und Fotografie. ... Angela Richter verfremdet realistische Objekte – ihre surrealistischen Werke geben Gefühle und Stimmungen wieder. Uwe Richter hat Fotos mitgebracht - er zeigt kleine Serien wie "Sonnenlicht" oder "Fenster". ... Bei der Malerei, den Strukturbildern und Gips-Skulpturen von Claudia Neunzig stehen organische, nicht selten tropfenförmige Gebilde im Vordergrund. Irma Besken ist wieder mit ihren Korkbilder vertreten – es dominieren hier Oldtimer, im Wesentlichen aus geschnittenen Wein- und Sektkorken. Werner Puhe schont den von visuellen Reizen überfluteten Betrachter: Die vier Bilder aus der Kreuzwegmappe sind bewusst skizzenhaft geblieben. "Handfestes" bietet Karin Lis, die sich seit kurzem an Ton-Torsi heranwagt ... Brigita Klein aus Krefeld zeigt wunderschöne Porzellanmalerei ... Auf echtem Rasen präsentiert Burckhard Freihoff seine Fantasievögel aus Gletschergranit und Kupfer, Hans-Georg Lindens Werke - überwiegend aus Lindenholz - wollen angefasst, "begriffen" werden. ...

Willicher Nachrichten
Meterhohe Vogelfamilie aus Gletschergranit zog auch die jüngsten Besucher interessiert an
... Sehr professionell gestalteten die Kunstamateure jedoch ihre Jahresschau, die noch bis zum 14. Januar im großen Ratssaal des Neersener Schlosses zu sehen ist. Ein umfangreicher Katalog begleitet die Ausstellung und enthält Informationen über die Werke der zwölf Künstler. ... Die Monumental-Plastik "Lebensraum" von Hans-Georg Linden konnten die Besucher bereits in der Pfarrkirche St. Katharina in Willich bewundern. Dort war sie auffälliges Bestandteil der Krippe. ...

Neersener Kunstsommer 1999

Willicher Nachrichten
Ausstellung der Neersener Künstlergilde:
Kunstsommer im Ratssaal
-
Frauenbildnisse, die Zeit und ein Herz für kranke Menschen-
NEERSEN. Zwei Tage lang nutzte die Künstlergilde die Gelegenheit, sich und ihre Werke im Ratssaal zu präsentieren. ...

Rheinische Post
Die Uhr tickt auf abstrakter Öde - Künstlergilde Neersen präsentierte sich
... Am Wochenende präsentierten 17 Mitglieder der Künstlergilde Neersen ihre so unterschiedlichen Arbeiten im Ratssaal des Schlosses. ... Brigita Klein, studierte Porzellanmalerin, zeigte vornehmlich Jugendstil auf Porzellan. ... Bei Irene Buber tickte oft eine Uhr im Bild, wie bei "Mondzeit": Auf dieser abstrakten Öde scheinen Raum und Zeit unendlich zu sein. ... Gabriele Löwel hat Phantasielandschaften auf Seide gemalt. ... Die Arbeiten von Karl-Heinz Höcklin passten zum Ambiente des Schlosses. ... Heike Duschl war unter anderem mit gekonnten Aktzeichnungen vertreten ... Bei den Foto-Grafiken von Werner Apostel lagen Traum und Wirklichkeit eng beieinander ... Angela Richter hatte "ausdrucksvolle Menschen und so weiter" mitgebracht. Werner Puhe stellte noch einmal seine Kreuzweg-Situationen vor ...

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Jahresschau 1998/99

Rheinische Post
Die Liebe zur Kreativität ist der Künstlergilde wichtig
NEERSEN. Eine "Wiedergeburt" ist im Neersener Schloß zu besichtigen: Die "Künstlergilde Neersen", erstmals von Werner Puhe 1981 gegründet, ist von ihm im vorigen Jahr "wiederbelebt" worden. ... Die "Liebe zur Kreativität", so Puhe, ist Voraussetzung, um in der Künstlergilde mitmachen zu dürfen. ... Bevor die Vernissage-Gäste den Exponaten die nötige Aufmerksamkeit widmen konnten, wurden sie von der Gruppe "Yulara" mit exotischer Musik eingestimmt. Es ist ein großes Angebot , das dem Besucher präsentiert wird, und ein sehr breites Spektrum, das die Mitglieder mit dieser ersten Ausstellung abdecken. ...

Willicher Nachrichten
Geschnitztes Maskottchen "Kügi" ist besonders bei den Kindern sehr beliebt
... Die ausgestellten Exponate reichen von Seidenmalerei der Textil-Ingenieurin Gabriele Löwel über Ölbilder, Aquarelle, Glasbilder, Foto-Grafiken, Zeichnungen, Tempera-Arbeiten - wie die Düsseldorfer Kinderbilder von Sigrid Wachenfeld -, Holzschnitzkunst, Acryl-Arbeiten oder Tiffany-Kunst von Horst Meuser ... Sogar ein Maskottchen hat die Künstlergilde schon: den kleinen "Kügi", in etlichen hundert Exemplaren geschnitzt von Hans-Georg Linden, der besonders bei den Kindern beliebt ist.

Westdeutsche Zeitung
Maskottchen "Kügi" für kreative Collagen-Künstler
15 Jungen und Mädchen des Kindergartens Bengdbruchstraße Neersen kamen zum Mitmach-Kreativ-Tag der Künstlergilde.-
Zwischen den 15 Jungen und Mädchen des Kindergartens Bengdbruchstraße ragen Sabine Schnebbe, Sigrid Salker und Georg Linden heraus. Klar, sie sind erwachsen, haben noch mehr kreative Erfahrung als die Kinder und sind als Mitglieder der Künstlergilde Neersen an diesem Nachmittag im Schloß Gastgeber. ... Mit den beiden Kreativ-Tagen, die die Gilde in dieser Woche parallel zu ihrer aktuellen Ausstellung im Ratssaal anbietet, knüpft man an eine gute aber einige Jahre unterbrochene Tradition an. Werner Puhe, erster Vorsitzender: "Ich erinnere mich an den ersten Kinder-Kunst-Wettbewerb 1981 im Rahmen der Neersener Kulturtage." Schon damals waren heimische Künstler mit Kindern kreativ. Die gute "Nachwuchsarbeit" wird nun wieder aufgegriffen. ... Alle Arbeiten finden sich am Ende auf einer Riesentafel zu einem Gesamtbild zusammen. In Erinnerung daran bekommt jedes Kind einen hölzernen "Kügi" - das Maskottchen der Gilde.

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Kinder beim Kreativ-Nachmittag eifrig bei der Sache
Kügi war der Glücksbote - Über 1000 Besucher zählte die Ausstellung der Künstlergilde im Schloß. 16 neue Mitglieder wollen dem Verein beitreten.

Über 1000 Besucher bei der Künstlergilde - 16 Neuanmeldungen, und alle wollen ausstellen

Erfolgreiche Ausstellung im Neersener Schloß - Aufnahmesperre für Künstlergilde

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